8. Formen der Zusammenarbeit

8.1. Teamarbeit
Der Begriff „Team“ bedeutet übersetzt Mannschaft und somit gibt es auch klar definierte Rollenverteilungen. Für die Zusammenarbeit der Mitarbeiter sind Offenheit und Kooperationsbereitschaft enorm wichtig. Es sollten untereinander Anstöße und Anregungen gegeben werden, um sich mit seinen individuellen Fähigkeiten, z.B. in Arbeitsgemeinschaften zu ergänzen. Durch gemeinsame, offene Planung, kann die Pädagogik als gemeinsamer Handlungs- , Erfahrungs- und Reflexionsprozess von Mitarbeitern betrachtet werden. Natürlich gehört auch hier die regelmäßige Fortbildung aller Teammitglieder dazu, um neue Erkenntnisse für unsere Arbeit zu gewinnen.

Organisatorische Punkte der Teamarbeit:

  • Teamgespräche der Gesamteinrichtung finden jeden Dienstag in der Zeit von 15.30 - 16.30 Uhr/ bzw. 17.00 - 19:00 Uhr statt
  • aufgegliedert in > organisatorische Aspekte, Austausch der Gruppen, pädagogische Aspekte
  • gruppeninterne Teamgespräche finden einmal wöchentlich statt (die Kinder werden während dessen von den Kolleginnen betreut)
  • um die pädagogische Arbeit vor– und nachzubereiten, gibt es die Verfügungszeit
  • um den Ernährungsplan abzustimmen finden Essensbesprechungen statt.
  • an zwei Samstagen im Jahr finden für alle Mitarbeiterinnen hausinterne Fortbildungen zu unterschiedlichen pädagogischen Themen statt.

8.2. Elternarbeit
Wir empfinden Elternarbeit als unverzichtbar, besonders wegen der veränderten gesellschaftlichen Struktur muss heute intensiver denn je zusammengearbeitet werden. Das Kind profitiert von einer guten Beziehung zwischen familiären Bezugspersonen und pädagogischen Mitarbeitern, auf Grund dessen ist es stark von Bedeutung, dass Eltern die päd. Arbeit unterstützen.

Elternarbeit muss folgende Ziele beinhalten:

  • Beratung von und mit Eltern
  • Information und Bildung von und durch Eltern
  • Mitsprache der Eltern
  • Integration der Eltern
  • Mitarbeit und Hilfe durch Eltern

Formen von Elternarbeit, die in unserer Einrichtung praktiziert werden:

  • vertieftes Aufnahmegespräch bevor das Kind aufgenommen wird (mit der Leitung der Tagesstätte)
  • Eingewöhnungsphase des Kindes unter Begleitung der Eltern
  • Elternbrief
  • Hospitation der Eltern in den einzelnen Gruppen ( nach Absprache)
  • Elternabende ( gruppenintern / gruppenübergreifend) zu aktuellen Themen
  • Tür - und Angelgespräche ( kurz)
  • Information der Eltern durch Infotafeln
  • Eltern - Kind - Aktivitäten
  • Elterngespräch - Entwicklungsgespräche
  • Elternkontakte pflegen bei Gemeinschaftsaktivitäten ( Tonarbeiten, Puppen basteln, Theatergruppe)
  • Gespräche mit den gewählten Elternvertretern
  • gemeinsame Feste feiern

Wir denken, dass nur informierte Eltern engagierte Partner sind und somit finden wir Rückmeldungen und den gegenseitigen Austausch sehr wichtig.

Zusätzlich bieten wir seit einiger Zeit Tripel P (Positive Parenting Programm) in unserer Einrichtung an.

Die Tripel P Kurzberatung ist Bestandteil eines 5 – Ebenen Systems von Familieninterventionen für Eltern mit Kindern im Alter bis 12 Jahren, die eine Neigung zur Entwicklung von Verhaltens – und emotionalen Problemen zeigen.

Alle 5 Interventionsebenen haben das Ziel die Kompetenz der Eltern im Erziehungsverhalten und im Umgang mit dem Verhalten ihrer Kinder zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Eltern Fertigkeiten beigebracht, mit denen sie die Entwicklung, die soziale Kompetenz und die Selbstkontrolle ihrer Kinder fördern können.

Das Programm ist präventiv ausgerichtet und soll vor allem eine positive, liebevolle Beziehung zwischen Eltern und Kindern fördern und Eltern helfen, effektive Strategien zu entwickeln und mit verschiedenen kindlichen Verhaltensproblemen und alltäglichen Schwierigkeiten, besser umgehen zu können.

Wie z.B. Schlaf – oder Essensprobleme, Gequengel, Ungehorsam, Wutanfällen oder Aggressionen und anderen täglichen erlebten Schwierigkeiten.

Die Tripel P Kurzberatung umfasst vier Sitzungen.

Das Programm beinhaltet eine kurze Elternberatung mit dem Fokus auf spezifische Erziehungsschwierigkeiten und kann ein alternatives Training von Erziehungsstrategien beinhalten.

Es erleichert den Eltern das Erlernen von neuem Wissen und Fertigkeiten, ermöglicht Ihnen, ihre Fortschritte zu überprüfen und sich bewusst Veränderungsziele zu setzen. Die Eltern werden während des gesamten Programms aktiv mit einbezogen und erledigen zwischen den Sitzungen „Hausaufgaben“, die die Lerneffekte aus den Beratungssitzungen fertigen.

Ziel der Beratung ist die Qualität der Eltern – Kind – Beziehung zu verbessern und Eltern zu unterstützen, effektiv mit häufigen Verhaltensproblemen umzugehen. Ebenso soll das Selbstvertrauen der Eltern in ihre eigenen Erziehungsfertigkeiten und ihre elterliche Kompetenz gestärkt werden.


Die Erziehungsstrategien lassen sich folgenden vier Kategorien zuordnen:

  1. Strategien zur Förderung der Eltern – Kind – Beziehung
  2. Strategien zur Förderung von angemessenem Verhalten beim Kind
  3. Strategien zum Beibringen neuer Fertigkeiten und Verhaltensweisen
  4. Strategien zum Umgang mit Problemverhalten

8.3 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in unserer Einrichtung:
Wir räumen Presse - und Öffentlichkeitsarbeit einen hohen Stellenwert ein, um die pädagogische Arbeit transparent zu machen und Ziele und Aufgaben durch die Darstellung und Vermittlung von Fachinformationen zu erläutern. Durch diese Form der Darstellung, soll ebenfalls das Berufsbild des Erziehers in der Gesellschaft verdeutlicht und eventuelle Vorurteile abgebaut werden. Zur konstruktiven Presse - und Öffentlichkeitsarbeit gehört auch die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen sozialpädagogischen Einrichtungen. Öffentlichkeitsarbeit wird von uns als Form der Kommunikationsförderung verstanden, um die Inhalte unserer Arbeit nach außen zu präsentieren.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die in unserer Einrichtung praktiziert wird:

  • Transparenz der Arbeit, Ziele und Aufgaben durch unterschiedliche Darstellung verdeutlichen (in der Eingangshalle oder im Eingangsbereich der Gruppen)
  • Öffentlichkeitsarbeit als Kommunikationsförderung (Info- Stände in der Innenstadt, Feste, Basar)
  • Teilnahme an öffentlichen Diskussionen und Fortbildungen
  • Kontakte knüpfen ( mit verschiedenen Einrichtungen, Kindergärten)
  • Presseberichte über Themen, Projekte
  • Offenheit durch Öffnung der Einrichtung ( Hospitationen)
  • Feste und Feiern mit allen Bezugspersonen der Kinder (Herbstfest, St.Martin, Winterfest, Basar, Frühlingsfest)
  • Verteilen von Handzetteln zu aktuellen Situationen
  • Aushang von Plakaten
  • Zusammenarbeit mit Schulen ( Grundschulen, Fachschulen für Sozialpädagogik)

8.4. Der Förderverein