5. Integrative Förderung

Das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Kindern liegt uns ebenfalls am Herzen. Kinder im Kindergartenalter gehen sehr unkompliziert miteinander um, sie gehen aufeinander zu und zeigen eine natürliche Neugierde. Gerade in diesem Alter ist es wichtig, die Vielfältigkeit des Menschen zu erfahren, seine unterschiedlichen Begabungen, Einschränkungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu lernen. Jedes Kind, sei es regelentwickelt, entwicklungsverzögert oder in irgendeiner Form behindert, ist einmalig in seiner Persönlichkeit.

Nach dem BSHG werden Kinder gefördert, die eine geistige-, körperliche, eine Sinnes- oder soziale Behinderung haben. Kinder mit Entwicklungsstörungen im motorischen- und im sprachlichen Bereich und Kinder, die Verhaltensproblematiken aufweisen.

Die Sozialentwicklung wird durch die Gemeinschaft in der Gruppe gefördert. Die Kinder werden zur gegenseitigen Rücksichtsnahme und Achtung füreinander angeleitet und lernen miteinander und voneinander zu lernen. Eine angenehme Gruppenatmosphäre und das vorhandene Raumangebot ( für Sprachförderung, heilpäd. Förderung...) begleiten die Entwicklung der Kinder.

Unser Außengelände ist auch gut für die Kinder bespielbar. Alle Kinder finden einen Lern- und Lebensraum. Für Kinder mit Behinderungen und von Behinderungen bedrohte Kinder wie für Kinder ohne Behinderung gelten dieselben Rechte und Gesetze.

  • das Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
  • Recht, der Kinder entsprechend ihren Entwicklungssituation in den sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt zu werden
  • Recht der Kinder an die Jugendhilfe:
  • Kinder in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung ganzheitlich zu fördern
  • Auf Vermeidung / Abbau von Benachteiligungen der Kinder hinzuwirken
  • Sie vor Gefahren für ihr Wohl zu schätzen ihre Erziehungsberechtigten in ihren Erziehungsauftrag zu beraten und zu unterstützen
  • Dazu beizutragen, dass alle Kinder und Familien eine Kinder – u. familienfreundliche Umwelt erhalten.

Rechte aus dem SGB XII in Verbindung mit dem SGB IX ( Eingliederungshilfe )

  • die persönliche Entwicklung der Kinder ganz zu fördern
  • ihnen die selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft/ Gesellschaft und eine möglichst selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen/ erleichtern
  • Leistungen, die geeignet sind, ihre Behinderung abzuwenden, zu beseitigen zu mindern bzw. eine Verschlimmerung oder Benachteiligung zu verhüten bzw. die Folgen zu mildern.

Um diese Aspekte verantwortlich umzusetzen, arbeiten wir als Kindertagesstätte eng mit den Erziehungsberechtigen sowie mit Ärzten, Therapeuten, Behörden, Schulen und Frühförderstellen zusammen und verfassen kontinuierlich Entwicklungsdokumentationen.