Die Bildungsoffensive des DRK-Stadtverbandes Datteln

Das Thema Bildung ist spätestens seit PISA in aller Munde und damit ein hoch aktuelles Thema. Wir begrüßen das sehr. Denn der Kindergarten hat davon profitiert, dass der Aspekt der frühkindlichen Bildung wieder stärker von Interesse ist. Auch das DRK als ein Kita-Träger hat sich in die laufende Diskussion mit der Bildungsoffensive eingebracht. Denn in NRW gibt es viele Kindertageseinrichtungen des Roten Kreuzes.

Wir tragen eine hohe Verantwortung für die Entwicklung der Kinder in der Kindergartenarbeit. In die Bildung unserer Kinder zu investieren lohnt sich dabei allemal. Denn schließlich sind sie die Verantwortungsträger von morgen.

Mit der Bildungsoffensive hat der DRK-Stadtverband ein Projekt gestartet, das alle Aktivitäten, die sich mit dem Thema Bildungsauftrag des Kindergartens befassen, berücksichtigt.

Die Ziele unserer Bildungsoffensive

Mit der Bildungsoffensive wollen wir die folgenden Zielsetzungen erreichen:

  • Wir vernetzen die Fachkompetenz der DRK-Kreisverbände und DRK-Kitas und machen sie dadurch für viele Kitas nutzbar.
  • Erzieher/-innen, Fachberater/-innen und Träger entwickeln die Bildungsarbeit des DRK-Kindergartens gemeinsam weiter.
  • Wir machen deutlich, wie wichtig die Bildungsarbeit des DRK-Kindergartens für die Entwicklung der Kinder ist.
  • Wir verankern den Stellenwert des eigenständigen Bildungsauftrags des Kindergartens im Bewusstsein der Menschen.
  • Wir stärken das Selbstverständnis und das Profil der DRK-Kitas und setzen es professionell um.
  • Die Bildungsoffensive ist mit Veranstaltungen, die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DRK-Kitas offen stehen, mit der Infobörse und einer landesweiten Fachtagung ein Fachforum der Kindertageseinrichtungen.
  • Veranstaltungen und Projekte präsentieren sich mit einem gemeinsamen Logo unter einem Dach.

Um diese Ziele auch zu erreichen, müssen Kreisverbände als Träger der Kitas, die Kitas selbst und der Landesverband gemeinsam das Projekt gestalten. Das heißt konkret, dass alle, die sich an dem Projekt beteiligen, ihre Bildungsaktivitäten auf der Grundlage eines gemeinsamen Bildungsverständnisses anbieten und durchführen.

Verständnis des Bildungsauftrags

Kinder erschließen sich durch eigenes Handeln ihre Welt und konstruieren eigene Sinnzusammenhänge. Frühkindliche Bildung vollzieht sich immer dann, wenn sich Kinder mit ihrer sozialen und dinglichen Welt auseinander setzen. Dabei entwickeln sie ihre Identität und ihre eigene Sicht auf die Welt. Kindliche Bildungsprozesse gelingen nur, wenn sie in gute Beziehungen eingebettet sind. In diesem Sinn setzt Bildung Bindung voraus.

Bildung ist ein Prozess der Selbstbildung in sozialen Handlungsbezügen, alltagsnah und als Entdeckungs- und Forschungsprozess in realen Lebenskontexten, wobei das Kind eigensinnige Wege geht. Kinder, die intensiv, mit Genuss und aus eigener Motivation lernen dürfen, lernen gleichzeitig das Lernen. Dies gelingt umso besser, wenn interessierte Erwachsene Kinder in ihrer Neugierde unterstützen und ihnen eine anregende Umgebung anbieten.

Sozialpädagogische Fachkräfte in KiTas fördern die Selbstbildung, indem sie Kinder zum selbständigen Lernen herausfordern. Sie unterstützen Kinder beim Entdecken und Begreifen von Zusammenhängen und achten deren Vorgehen und Ergebnisse. Dabei gehört es zu ihrem Selbstverständnis, gleichzeitig Vorbild und Gegenüber zu sein, indem sie Kinder anregen und ermutigen, sich mit anderen Meinungen und Verhaltensweisen auseinander zu setzen.

Kindertageseinrichtungen erfüllen ihren Bildungsauftrag nur dann, wenn den Kindern gut qualifizierte Erwachsene und aktivierende Konzepte in einem anregend ausgestatteten Umfeld zur Verfügung stehen. Aufwendungen für vorschulische Bildung sind essentielle Investitionen in die Weiterentwicklung der Gesellschaft.